EDDA, die Bündische Oper
Warum eine Bündische Oper?
Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Weil es bislang noch keine gab. Auch wenn dies die Wahrheit ist, werden sich die wenigsten jedoch damit zufrieden geben. Eine ausführlichere Antwort ist sicherlich die folgende: Bündische Jugendarbeit ist eine Subkultur, die sich durch besondere Symbole, Kleidung, Liedgut, Fahrten, bis hin zu Lebenseinstellungen auszeichnet. Diese Kultur wird gelebt, bspw. auf musisch-kulturellen Treffen, wo Liedgut gepflegt, Tanzabende gestaltet, Lese- und Singekreise initiiert werden. Diese kulturelle Landschaft sollte um eine Gestaltungsform erweitert werden, das viele Elemente der Subkultur vereinigt.
Was ist überhaupt eine Bündische Oper?
Auch diese Antwort ist einfach: Das haben sich HEINAR und ANDERS auch gefragt
Der Begriff Oper im klassischen Sinne ist nicht ganz korrekt. EDDA ist kein musikalisches Werk, das auf das gesprochene Wort verzichtet. Zwischen den Liedern gibt es sehr wohl gesprochene Texte. Da es aber noch keine Begriffsdefinition für eine bündische Oper gibt, werden mit EDDA die Maßstäbe gesetzt. Punktum. Wie in der klassischen Form wird auch hier eine abgeschlossene Handlung erzählt. Dies soll in erster Linie in Liedform geschehen. Die Lieder wiederum sind in bündischen Stilformen komponiert und arrangiert. Die bündische Oper existiert jedoch nicht zum Selbstzweck. Jedes einzelne Lied soll "lagerfeuertauglich" sein, d.h. selbst eine abgeschlossene Geschichte erzählen. Dies wiederum führt zu einer Erzählform, die als "bündisch-auktorialer Ich-Erzähler" bezeichnet werden muss. In der Oper singt der Protagonist das Lied, in dem seine Taten berichtet werden, in der dritten Person. Dies wirkt beim ersten Zuhören vielleicht etwas verwirrend, aber damit kann es auch von der Horte am Lagerfeuer über den Protagonisten gesungen werden.
Das Thema
Laut erschallt das Gjallarhorn, nicht nur, wenn die dunklen Mächte gegen ASGARD ziehen, sondern auch wenn der Stamm ASGARD sein Stammeslied anstimmt. In den frühen Siebzigern geschrieben, wurde es Mitte der Achtziger um drei weitere Strophen ergänzt. Es erzählt seit über 25 Jahren die Geschichte vom Ragnarök. Da lag es nahe, auch die Erzählungen über die Entstehung der Welt zu vertonen, Lieder über einzelne Götter zu schreiben und über deren Untergang ausführlicher zu berichten.
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